Anderls - Gedicht

Der Sommer

Friedrich Hölderlin

Noch ist die Zeit des Jahrs zu sehn, und die Gefilde Des Sommers stehn in ihrem Glanz, in ihrer Milde; Des Feldes Grün ist prächtig ausgebreitet, Allwo der Bach hinab mit Wellen gleitet.

So zieht der Tag hinaus durch Berg und Thale, Mit seiner Unaufhaltsamkeit und seinem Strale, Und Wolken ziehn in Ruh', in hohen Räumen, Es scheint das Jahr mit Herrlichkeit zu säumen.
Mit Unterthänigkeit
Scardanelli d.9ten Merz 1940


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