Anderls - Gedicht

geknickt an mauern

Luise Boege

geknickt an mauern zwischen drei
und fünf im milchmondschein sind
alle fahrräder gestorben. in die

stille fällt noch schnee. ein taxi
trägt die letzten lieder aus, doch
damit ist nicht er gemeint. und eine

morsche kiste liegt gekippt, drin
warten sieben wilde mandarinen, denn
der tag wird kommen. und zwar

gewiss. dicht zieht er die fremde
hand in seine achselhöhle. unterm
pflaster tastet er mit violettem

zeh nach glut. und schürft zurück
auf bleicher spur im eigenwanken
gang, er ist recht nachdenklich.

schwarzen katzen soll man folgen.
im treppenhaus noch in der früh
trinkt er vor frost ein mädchen leer.


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