Anderls - Gedicht

In meinem Traum sah ich

Friedrich von Hausen

In mînem troume ich sach
ein harte schoene wîp
Die naht unz an den tach:
dô erwachete mîn lîp.
Dô wart sie leider mir benomen,
daz ich enweiz, wâ si sî,
von der mir fröide solte komen.
daz tâten mir diu ougen min,
der wollte ich âne sin.

In meinem Traum sah ich
eine sehr schöne Frau
die Nacht [hindurch] bis zum Tag.
Da erwachte mein Leib.
Da wurde sie mir schmerzvoll weggenommen,
so dass ich nicht weiß, wo sie ist,
von der mir das höchste Glück kommen sollte.
Das haben mir meine Augen zugefügt,
von denen wollte ich frei sein.


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