satan in teltow
unter dem Nebel reißt der Fluss die Ente
die Vorzeit tickt und ich bin wenigstens von gestern
die Brückenbauer nähern sich auf Kähnen
ein Blesshuhn zu suchen, die Pfeiler zu stärken
ein Rabe, ja, es ist ein Federtag, sitzt nah und singt,
Sie werden es nicht glauben, Sa-tan, Sa-tan, seltsam, aber für mein Ohr
klingt es kaum seltsamer als Nevermore
an jedem Morgen weckt es mich zur gleichen Zeit
doch jeden Morgen bin ich früher hier
und eines Tages sehe ich mich gehn
das Leben, Fluss und Vogel frei
nicht nur ganz kurz bevor ich sterben muss zieht es ganz schnell an mir vorbei
ein Leben lang bevor ich sterben muss zieht es an mir vorbei
zieht es an mir vorbei
zieht es an mir vorbei
singt er, kein Pfeiler hält, kein Blesshuhn da
dort zwischen Zehlendorf und Teltow reißt die Welt
Kähne zermahlen und der Rabe fällt
die Ufer schwer, die Sprache schwer
setze ich über nimmermehr