Anderls - Gedicht

Inselstädte

John Updike

Man sieht sie vom Flugzeug, die namenlosen, grünen Inseln in den ozeanischen, flachen Ebenen liegen, zwanzig, dreißig Häuserblöcke, alles doch, was eine Stadt so braucht, ist das das Sportfeld einer Schule, und ein Tupfer Park entlang dem Fluss, die Zubringer, die Straße wie ein Reißverschluss, Geschäfte von dem dreckfarbenen Kuchen der Äcker geschnitten.

Kleine Leben flach und fad erdenkt man sich in solchem engen Gitternetz. Jedoch wie Hirne nach dem CAT-Scan so auch diese Städte, sie behalten ihr Geheimnis: Launen des Geistes, Grundwasser das nahe Minen flutet, blaut, Tautropfen der Sehnsucht, in Blöcken verwahrte Juwelen.


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