Anderls - Gedicht

So viel scheint gross und kostbar

Michelangelo Buonarroti

So viel scheint gross und kostbar, und es blickt Das Volk drauf hin bewundernd, aber einer Steht abseits; ihm erscheint es um so kleiner Und gallenbitter, was sie hoch entzückt.

Und das sogar: der eitlen unverständ'gen Gedankenlosen Welt muss er sich fügen, Muss reden, wie sie spricht und Freude lügen, Und lächelnd die verborg'nen Tränen bänd'gen.

Mein Glück ist nur, dass ganz verborgen sei, Was ich beweine und was heimlich trachtend Des Herzens Wünsche wollen, die ich hege.

Blind ist die Welt und nur Verrätern treu, Ich aber, Hass und Ehre gleich verachtend, Geh still und einsam weiter meine Wege.


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