Die Welt - unser Traum
Nachts im Traum die Städt' und Leute,
Ungeheuer, Luftgebäude,
Alle, weißt Du, alle steigen
Aus der Seele dunklen Raum,
Sind Dein Bild und Werk, Dein Eigen,
Sind Dein Traum.
Geh am Tag durch Stadt und Gassen,
Schau in Wolken, in Gesichter,
Und Du wirst verwundert fassen:
Sie sind Dein, Du bist ihr Dichter!
Alles was vor Deinen Sinnen
Hundertfältig lebt und gaukelt,
Ist ja Dein, ist in Dir drinnen,
Traum, den Deine Seele schaukelt.
Durch Dich selber ewig schreitend,
Bald beschränkend Dich, bald weitend,
Bist Du Redender und Hörer,
Bist Du Schöpfer und Zerstörer.
Zauberkräfte, längst vergessen,
Spinnen heiligen Betrug,
Und die Welt, die unvermessen,
Lebt von Deinem Atemzug.