Anderls - Gedicht

reise

Katharina Lanfranconi

tätest du
diese reise

du hieltest
steine in der hand

die wie nie berührte
körper sind

und wortlos
stündest du einsam

im gleichen
kargen feld

umhüpft von
schreienden raben

später stiessest du
an verrauchtem ort

auf jenen
gitarrespieler,

im arm sein
instrument,

dessen
gesprungene

saiten von ihm
wegstarren,

als läge er
im schilf

und schaute
in den himmel

allein mit
seiner musik

(juni 07 unveröffentlicht)


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