Anderls - Gedicht

wie talg und seife

Karin Fellner

wie talg und seife der frisch
nach außen gestülpte balg
der erde aromatisch

comeback von miere und giersch
extravertierte geister
selbst im innersten viertel

riecht es nach dünger grün
kommt der paarhufer in
dir ans ufer der augen

fährt zitternd die lippen aus
das knackige zeug zu verkosten
zwischen stein hinter glas

containern trampeln pfade
durch das baumwild am rand
der hauptverkehrszeiten wird

die iris schwarz giraffe
neben graffiti schlingst
du deine zunge so

schleifpapierzärtlich um
knospen die
ohren gespitzt.


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